Mehr als 10.000 Besucherinnen und Besucher strömten am 16. und 17. Juli 2011 in die UNESCO-Welterbestätte Alexandrowka. Das Konzept ging auf: Preußisches Gebälk im russischen Stil, das musikalische Erbe der ersten Alexandrowka-Bewohner und das Ansinnen der heutigen Kolonisten, »ihr« Denkmal der öffentlichkeit zu zeigen, etablierten die Kolonie Alexandrowka als attraktiven Austragungsort für ein russisches Kulturfest inmitten preußischer Kulturlandschaft.
»Alexandrowka 2011« zeigte sich einmal mehr als gelungene Verbindung brandenburgischer mit russischer Kultur im Kunstdorf Alexandrowka. Brandenburgische Anbieter öffneten sich für die russische Kultur und schafften Bezüge zu den tausend Facetten des größten Landes der Erde, russischsprachige Akteure aus Brandenburg fanden hier die ideale Präsentationsplattfom. (Bilder: Damen in historischen Kostümen von Pia Austen, Gemälde im Gras von Kunstgenossen e.V.)
StudentInnen der Uni Potsdam inszenierten Tschechovs ländliche Einakter, ein Brandenburger Fischer kreierte den ersten Fisch-Schaschlik-Spieß und die Potsdamer Künstlerin »Arjopa« begeisterte als Meisterin des tuvinischen Kehlgesangs. Der alte deutsch-russische Freundschaftsgedanke, Motiv für die Errichtung der Alexandrowka als »Denkmal der Freundschaft«, erfuhr seine moderne und originelle Fortsetzung.

