Es bebte auf und vor der neuen Hauptbühne, die in diesem Jahr zwischen den gegenüberliegenden Alexandrowka-Häusern 8 und 9 platziert war. Russian Balalaika Speedfolk mit »Cosmonautix« ließ das Publikum in den Weltraum abheben.
Mit saftig-romantischem Bläser-Sound, Tanzrhythmen einmal quer durch's Vaterland und bestechender Musikalität waren »Skazka-Orchestra« die Entdeckung des Festivals.
Das dritte Alexandrowka-Sängertreffen u.d.L. von Anne Andres wurde dieses Jahr von den Potsdamer Turmbläsern und dem Akkordeon-Solisten Vladislav Urbanski begleitet. Gemeinsam mit dem Publikum sang die Alexandrowka-Singgemeinschaft der Kolonisten ihr »Lied der Colonie« sowie bekannte deutsche und russische Volkslieder. Die alten Weisen fanden den direkten Weg zum Herzen und lockten viele Singfreudige an.
Der feierliche Einzug von Königin Luise an der Seite ihres Gemahls und Stifters der Kolonie Alexandrowka, Friedrich Wilhelm III., war – historisch gesehen – ein Ding der Unmöglichkeit. Denn Luise verstarb bereits 1810, 17 Jahre vor Errichtung der Alexandrowka. Kein Grund, nicht mit dem zeitgleich in Potsdam stattfindenden Luisenfest zu kooperieren. So sandten wir die Kutsche aus, die Königin zu holen, die mit einem bunten Tross von 200 Leuten pünktlich zum Ende des Alexandrowka-Singens im Wegekreuz eintraf.

