

Geradezu poetisch beschreiben Pomologen seit Hunderten von Jahren die Früchte hiesiger Obstbäume. Neben der
botanischen Einordnung der Sorte und detaillierten Ausführungen zur Morphologie der Frucht erläutern sie wortgewandt deren Geschmack und die beste Art der Verwertung.So heißt es im »Illustrierten Handbuch der Obstkunde» von 1875:
Die Reifzeit und Benutzung des »Pfisichroten Sommerapfels» liegt von Mitte August bis Anfang September. Er »muss vom Baume weg genossen werden, wenn er seine Güte vollkommen zeigen soll. Er ist gewiss einer der schönsten und besten Sommeräpfel,
dabei von außerordentlicher Tragbarkeit, und hauptsächlich als Rohgenuß und Schmuck der Tafel zu
empfehlen«.
Im selben Historischen Handbuch schreiben die Herausgeber über »Napoleons Butterbirne»: »Ihr Fleisch ist mattweiß überfließend, von solcher Saftfülle, daß man die Frucht zu trinken glaubt, von einem dem Colmar ähnlichen erhabenen Zuckergeschmack«.
Quelle: Illustriertes Handbuch der Obstkunde. Hrsg. von Dr. Eb. Lucas, J.S. Oberdieck, Stuttgart, 1875.
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