Die Kulturseiten der Alexandrowka

Die Alexandrowka in Potsdam

Russische Romantik in Preußen

Im Jahre 1826 errichtet als Denkmal der Freundschaft des preußischen Königs Wilhelm III. zu dem russischen Zar Alexander I. wurde die Russische Kolonie Alexandrowka als Wohnort für die russischen Soldatensänger des Königs und ihre Familien bestimmt. 13 einstöckige oder zweistöckige Holzhäuser nebst Stallgebäude, folkloristisch gestaltet nach einer Idealvorstellung von traditioneller bäuerlicher Bauweise in Russland, sind symmetrisch auf dem markanten Grundriss eines Andreaskreuzes, das in ein Hippodrom eingelassen ist, angeordnet.

Historischer Obstgarten

Foto engelWERK
Eine Errungenschaft stellt die obstbauliche Rekonstruktion des Gartendenkmals Russische Kolonie Alexandrowka seit dem Jahr 2002 dar. Bis heute wurden mehr als 1000 neue »alte« Obstbäume mit klangvollen Sortennamen wie »Querfurter Königskirsche« oder »Geflammter Kardinal« in den Wiesen, Wegen und Gärten der Alexandrowka neu angepflanzt und erinnern an die umfassende Förderung des Obstanbaus in Preußen zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Beeindruckende Ausmaße

Joergs Festarchitektur
Jedem, als »Stelle« bezeichneten Gehöft sind etwa 7000 Quadratmeter Land zugewiesen, die heute zum kleineren Teil von den Bewohnern, zum größeren Teil vom Bereich Grünflächen der Stadtverwaltung Potsdam gärtnerisch gepflegt werden. Von Stelle zu Stelle legt der Alexandrowka-Besucher mitunter bis zu 400 Meter Fußweg zurück. Er benötigt eine gute Stunde, um alle Gehöfte der Russischen Kolonie einmal zu passieren. Die Festarchitektur von »Alexandrowka 2009« passt sich diesen besonderen Gegebenheiten an.

Weiterführende Literatur

Zur Russischen Kolonie
Altendorf, Bettina 2004: Die russischen Sänger des Königs und die Kolonie Alexandrowka in Potsdam, Hendrik Bäßler Verlag, Berlin.
Esser, Tim, Sander, Thomas 2009: Abgebrannt. Zwischen Rock und Stiefeln - Die Malaise des Johann Schischkoff, Potsdam.
Hecker, Anja 2003: Glasowo bei Pawlowsk, Carlo Rossis Projekt eines russischen Parkdorfes – Vorbild für die Alexandrowka in Potsdam?. Technische Univiversität, Berlin.
Hecker, Anja, Kalesse, Andreas 2003: Die russische Kolonie Alexandrowka in Potsdam: Zum Forschungsstand, in: Jahrbuch für brandenburgische Landesgeschichte, 54, Potsdam. PDF Herunterladen >>
Urkunde und Text Kalesse, Andreas 2004: Die russische Kolonie in Potsdam. PDF Herunterladen >>
Zum Obstanbau
Heilmeyer, Marina (ed.) 2002: Äpfel fürs Volk. Potsdamer Pomologische Geschichten, Potsdam.
Lauche, W. 1882: Handbuch des Obstbaues, Berlin.
Brudel, Fritz (Literaturhinweise werden nachgeliefert, oder direkt bei uns erfragen)

Links

To4ka-Treff (August 2010)
Alexandrowka in Wikipedia
potsdam.de - Die Internetseiten der Landeshauptstadt Potsdam
monumente - Online Magazin der deutschen Stiftung für Denkmalpflege
quermania - quer durch Deutschland

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Wussten Sie schon ...

 die ›Borsdorfer Renette‹ ist eine der ältesten Kulturapfelsorten. Einer dieser besonderen Bäume steht in der Alexandrowka. Sein Stamm hat in einer Höhe von 1,30m einen Umfang 2,56m.

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Offenes Gehöft Nr. 12

 Möchten Sie in das heutige Leben der Kolonisten eintauchen, dann besuchen Sie uns im Gehöft Nr. 12. Dies und mehr erfahren Sie hier > (PDF).

Unsere Offenen Gehöfte

 Die »Offenen Gehöfte« sind ein Angebot der Gesellschaft »Kultur Alexandrowka e.V.« an alle Gäste der Russischen Kolonie Alexandrowka in Potsdam. Durch die Öffnung der meist privat bewohnten Häuser sollen Kultur und der Lebensalltag in Geschichte und Gegenwart den Gästen der Alexandrowka vermittelt werden.

 Bordure, Haus Nr. 12