König
Friedrich Wilhelm III (1770-1840) rekrutiert aus in Potsdam verbliebenen russischen Kriegsgefangenen seinen ersten
»Russischen Sängerchor« und unterstellt sie dem 1. Preußischen Garderegiment. Sie sangen während der Feldzüge zur Belustigung und Unterhaltung.
Im März verbünden sich Preußen und Russland gegen das napoleonische Frankreich. Ehemalige russische Kriegsgefangene käpfen mit preußischen Soldaten Seite an Seite.
Die
Befreiungskriege und der
Treuebund zwischen den Alliierten Mächten bestärken die innige Freundschaft zwischen dem Preußenkönig und
Zar Alexander I (1777-1840).
Der plötliche Tod Zar Alexanders I trifft den König von Preußen tief.
Der Stiftungsgedanke des Friedrich Wilhelm III zur Kolonie Alexandrowka:
Es ist Meine Absicht, als ein bleibendes Denkmal der Erinnerung an die Bander der Freundschaft zwischen Mir und des Hochseeligen Kaisers Alexander von Rußlands Majestät, bei Potsdam eine Colonie zu gründen, welche ich mit den, von Seiner Gnaden Majestät mir überlassenen Russischen Sängern als Colonisten besetzen und Alexandrowka bennen will.«
Friedrich Wilhelm III
Die im russischen Stil errichteten 13 Häuser der Russischen Kolonie sind angelehnt an die Entwürfe des italienisch-russischen Architekten Carlo Rossi. Mit der Bauleitung der Kolonie wurde der Kapitän Adolf Snethlage (1788-1856) beauftragt. Das 14. Haus der Alexandrowka, das königliche Landhaus auf dem Kapellenberg, weicht in der Architektur von den Häusern in der russischen Kolonie ab. Der Entwurf stammt aus der Feder von A. Monteferrant.
Am 31. März verfügte der König den Einzug seiner russischen Sänger in das neu geschaffene Kunstdorf Alexandrowka. Am 2. April beziehen die Kolonisten ihre ihnen zugeteilten und vom König großzügig eingerichteten Häuser.
Tod Friedrich Wilhelm III und Regierungsantritt seines Sohnes
Friedrich Wilhelm IV (1795-1861). Nachlassendes Interesse an der Instandhaltung der Kolonie Alexandrowka.
Der letzte der ehemaligen russischen Sänger von Friedrich Wilhelm III,
Dimitrij Sergeeff, stirbt.
Die Kolonie Alexandrowka wird am 1. April aufgrund der Enteignung der Hohenzollern durch die Weimarer Regierung Staatseigentum.
Die Kolonie Alexandrowka wird der Landesregierung und dem Rat der Stadt unterstellt.
In der DDR wird die Russische Kolonie Alexandrowka unter Denkmalschutz gestellt.
Die Kolonie Alexandrowka wird in die UNESCO Liste der
Welterbestätten aufgenommen.